Auf Basis eines neuen Gesetzes sollen in Großbritannien künftig Verstöße gegen die F-Gase-Verordnung mit Geldbußen bis zu 230.000 Euro (200.000 britische Pfund) bestraft werden.

Das Parlament des Vereinigten Königreichs sitzt im Palace of Westminster mit dem Victoria Tower (links) und dem Elizabeth Tower (rechts) (Abb. David Hunt/CC BY 2.0) Wie das Online-Portal Cooling Post berichtet, bildet die Basis für die Strafen ein neues Gesetz "Fluorinated Greenhouse Gases (Amendment) Regulations", das bereits am 1. April in Kraft treten könnte.

Demnach würden ab dann Verstöße gegen die Regularien der F-Gase-Verordnung in Abhängigkeit von der Schwere des Vergehens wie folgt bestraft:

  • Die maximale Strafe von 200.000 britischen Pfund gibt es für ein bewusstes Freisetzen von F-Gasen in die Atmosphäre und bei Verstößen gegen die in der F-Gase-Verordnung festgelegten Kältemittelquoten.
  • Bis zu 100.000 britische Pfund können geringer schwere Verstöße kosten. Dazu zählen zum Beispiel Verstöße (Überschreitungen) gegen die Fristen der Leckageprüfungen und Leckagebehebungen sowie gegen die Pflicht zur Rückgewinnung von F-Gasen aus Altanlagen. Auch Personen, die Kältemittel handhaben, ohne dafür die Voraussetzungen (Zertifizierungen) zu erfüllen, können hoch betraft werden.
  • Des Weiteren können bis zu 50.000 britische Pfund Strafe ausgesprochen werden, wenn Hersteller von Produkten, die F-Gase enthalten, keine oder fehlerhafte Angaben zu ihren Geräten machen (auch zur CE-Konformität oder bei importierten Geräten).